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Wattolümpiade 2022: Fast 40.000 Euro für den guten Zweck

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Mehr als eine halbe Million Euro hat der Wattolümpiade-Verein mit seinen Benefiz-Aktivitäten unter dem Motto „Stark gegen Krebs“ seit 2004 generiert – eine Summe, die nach dem vergangenen Wattolümpiade-Wochenende um fast 40.000 Euro angestiegen ist.

Brunsbüttel – Mit einem beachtlichen Benefizerlös von 39.369,82 Euro hat sich am Wochenende die Wattolümpiade in Brunsbüttel nach vier Jahren Pause zurückgemeldet. Diese Summe ergab der Kassensturz am Montagabend – traditionell ganz am Ende der Olümpiatage nach dem Abbau der Veranstaltung am Elbdeich.

Neben Eintrittseinnahmen in Höhe von 11.174,00 Euro kamen 12.286,09 Euro an Teamspenden sowie weitere 2364,73 Euro aus Spendendosen zusammen, außerdem Startgelder in Höhe von 970 Euro. Das i-Tüpfelchen setzte die Versteigerung eines Gebrauchtwagens, der von Olümpia-Partner Emil Frey Küstengarage gestiftet und auf der Spielemeile von vielen Kinderhänden bemalt wurde: Diese brachte 1450 Euro für den guten Zweck ein.

Bereits während der Wattolümpiade waren weitere 11.125 Euro, die schon vor der Veranstaltung zusammengetragen wurden, an den Freundeskreis Hospiz überreicht worden. 1215 Euro aus einer privaten Geburtstagssammlung von Wattolümpia-Initiator Jens Rusch waren vom Wattolümpiade-Verein mit weiteren zuvor gesammelten Spenden auf 5000 Euro aufgerundet worden, denselben Betrag brachte der Stark gegen Krebs e.V. aus Frankfurt ein. Aufgestockt wurde die Summe durch eine Sammlung der Shriners, die ebenfalls bei der Wattolümpiade antraten und weitere 1125 Euro in den Hospiz-Topf warfen.

Damit steht fest: Mehr als 540.000 Spenden-Euros wurden in den vergangenen 18 Jahren durch den schmutzigen Sport für eine saubere Sache generiert. Mit dem diesjährigen Olümpia-Erlös bedacht werden soll neben der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, die u.a. seit 2015 das vom Wattolümpiade-Verein finanzierte Krebsberatungszentrum Westküste betreibt, erneut der Hospizverein Dithmarschen, der im Juni den Grundstein für ein stationäres Hospiz in Meldorf gelegt hat. Die Hospizarbeit soll künftig einen weiteren Schwerpunkt bilden, so Jens Rusch, der im Wattikan federführend die Aktivitäten unter dem Motto „Stark gegen Krebs” vorantreibt.

Dank an Helfer und Ermöglicher

„Nach langen vier Jahren pandemiebedingter Zwangspause sind wir einfach nur glücklich über diesen Erfolg, der ohne zahlreiche Unterstützer vor und hinter den Kulissen nicht möglich gewesen wäre“, sagt Michael Behrendt, Präsident des Wattolümpiade-Vereins. Er dankt den mehr als 150 ehrenamtlichen Helfern von Wattikan, Feuerwehr, DGzRS, Sanitätsdienst, Ärzteschaft, Technik, Stiftung Mensch und Handicap-Crew bis hin zu den Mitarbeitern des Bauhofs der Stadt Brunsbüttel, die das ehrenamtliche Team beim Auf- und Abbau tatkräftig unterstützten. Ein besonderer Dank gilt auch den Sponsoren, die für die komplette Veranstaltungslogistik und das Drumherum sorgen, sodass alle zwangsläufig entstehenden Kosten vollumfänglich gedeckt sind. „Es tut gut, diesen Rückhalt auch in wirtschaftlich nicht ganz einfachen Zeiten zu spüren”, sagt Vizepräsident Dirk Passarge. „Alle Ermöglicher haben den ernsthaften Hintergrund unserer Initiative Stark gegen Krebs verinnerlicht und unterstützen uns nach Kräften.”

Last not least: Die Wattolümpiade wäre nichts ohne die Wattleten, die sich nach so langer Zwangspause einmal mehr voller Enthusiasmus in den Schlick stürzten und zeigten, wie sehr sie den Geist der Veranstaltung verinnerlicht haben, sagt Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky: „Ihnen gebührt der größte Dank – denn sie machen durch ihren Einsatz die Wattolümpiade erst zu dem, was sie ist: Deutschlands außergewöhnlichstes Benefiz-Event mit einer Strahlkraft weit über das Land hinaus.“

Dabei war vor einem halben Jahr noch ungewiss, ob es in diesem Jahr überhaupt eine 14. Auflage der Wattolümpiade geben kann. Erst Ende Februar entschied sich der Wattolümpiade-Verein, die Planungen voranzutreiben, nachdem die Veranstaltung 2020 und 2021 pandemiebedingt abgesagt werden musste. Auch der Krieg in der Ukraine lag wie ein Schatten über der Vorbereitung. „Wir haben lange überlegt, ob es überhaupt vertretbar ist, die Wattolümpiade aufzuziehen“, so Behrendt. Nicht nur das nun vorliegende Ergebnis zeigt, dass es richtig war, die Planungen fortzusetzen und auch ein Stückweit ins Risiko zu gehen. „Wir haben viel Zuspruch von den unterschiedlichsten Seiten erfahren – und ganz viel Dankbarkeit. Das ist für uns, neben dem wahrlich stolzen Benefizertrag, der größte Lohn.“

Und so sieht man im Wattikan motiviert und hoffnungsfroh der 15. Auflage der Wattolümpiade entgegen, die für 2024 geplant ist. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.